Ann van Hoey
| 1956 | Geboren in Mechelen, Belgien |
|---|---|
| 1979 | Diplom als Wirtschaftsingenieurin, Universität Antwerpen |
| 2000–2006 | Institute for Arts and Crafts, Mechelen. Abschluss im Fach Keramik |
| Seit 2006 | Atelier in Mechelen |
„Geometrische Studie“ nennt Ann Van Hoey eine Reihe von fünf Schalen, die uns elementar und zeitgemäß das Wesen ihrer (Handwerks)Kunst vor Augen führen. Den Ausgangspunkt bilden dünn gewalzte Halbkreise aus Ton, die auf der Drehscheibe zu perfekten, halbrunden Schalen geformt werden. Mit der Schere schneidet die Keramikerin aus dem lederhart getrockneten Ton dreieckige Segmente und faltet die Schnittstellen übereinander. Die Einschnitte öffnen den Weg zu neuen Formen und Volumen, deren Logik und Klarheit nicht nur Minimalisten begeistert. Ohne jegliches Dekor kommen Materialität und Farbigkeit des Tons vollendet zur Geltung. Durch die Verbindungen von Linien und Flächen, entstehen reizvolle, skulpturale Wirkungen. Die vom Origami inspirierte Technik löst neue Assoziationsketten aus. Die Gefäße der Serie „Rozet“ erinnern an Büttenpapier, das über filigranen Holzgestellen getrocknet ist. Statik und Balance, Schwere und Leichtigkeit, Ton und Papier sind bei Ann Van Hoey keine fest gefügten Begriffe, sondern lassen sich durch kreative Ideen und innovative Handwerkstechniken verändern.
Die Arbeiten von Ann Van Hoey wurden durch Museumsankäufe und Einzelausstellungen gewürdigt. 2007 wählte „Design Vlaanderen“ ihre „Etude Geometrique“ in der Kategorie „Entdeckung“ aus. 2008 folgte die Einladung zur Biennnale International in Vallauris, Frankreich. 2009 erhielt die Keramikkünstlerin gleich drei internationale Preise.


