Poesie in Silber

Die Silberausstellung „Poetry in Silver“ in der Pinakothek der Moderne, München. Im Vordergrund der Löffel „Silver serving spoon“ von Wiebke Meurer, Schweiz.
Bis 25. Oktober 2009 sind die Arbeiten des 4. Schoonhovener Silver Awards 2009 in der Pinakothek der Moderne in München zu sehen. Das Motto lautet: „Poetry in Silver”. Sieger wurde der Japaner Hiroshi Suzuki. Die Ausstellung der Neuen Sammlung – The International Design Museum Munich – wurde realisiert in Kooperation mit der Silver Art Foundation, Schoonhoven, Niederlande.
Der seit 2002 ausgelobte Wettbewerb wurde infolge seiner besonders strengen Auswahlkriterien zum Forum führender Silberschmiedekünstler aus aller Welt. 2009 sind Stars der Szene vertreten wie der Belgier David Huycke, der Holländer Jan Matthesius, die Deutschen Ulla und Martin Kaufmann oder die Japaner Hiroshi Suzuki und Junko Mori, aber auch viel versprechender Nachwuchs, etwa die Koreanerin Ja-kyung Shin. Als besondere Herausforderung wählt die niederländische Silver Art Foundation, die den Wettbewerb auslobt, jeweils ein anderes Motto. Nach „Wasser”, „Licht” und „Prachtstück” war dies 2009 „Dichtung”. Aus 135 Bewerbern lud die Jury 51 ein. 47 Gestalter beteiligten sich schließlich mit Objekten aus dem weiten Spektrum zwischen freier und angewandter Kunst.

Die Siegerarbeit des Japaners Hiroshi Suzuki, Japan,“ Earth II – Reki“, 2008. Dies und alle folgenden Fotos: © Rob Glastra.

Eine ehrenvolle Erwähnung erhielt Junko Mori, Großbritannien, für „Spring Fever“, 2008.

„In my hands“ nennt Ja-kyung Shin, Südkorea, diese 2008 entstandene Tischskulptur und wurde von der Jury ebenfalls ehrenvoll erwähnt.

Nevin Arig, Belgien, „Nature of Letters, 2008.

Pauline Barendse, Niederlande, „Jugum“, 2008

Kaminer Haislip, USA, „Perched Flight“, 2008.

David Huycke, Belgien, „Kissing Spheres #5“, 2008.

Ulla + Martin Kaufmann, Deutschland, „Halbrund“, 2008.
Die Neue Sammlung zeigt mit dieser Auswahl verschiedenste Aspekte des Themas Silberkunst, und dies in einem ganz besonderen Ausstellungsraum: im 2. Obergeschoß der Pinakothek der Moderne direkt unter der zentralen Kuppel, deren Lichtfülle die Eigenheiten des Edelmetalles Silber sehr spezifisch zur Geltung bringt und im Spiel von Reflexen und Schatten, schimmernden Oberflächen und plastischen Körpern auch atmosphärisch für den Besucher erfahrbar macht. Die Ausstellung verführt zur Entdeckungsreise in gegensätzlichste Welten: surreal, bizarr, phantastisch, biomorph, taktil, geometrisch, konstruktiv, kristallin, rational, funktional, tektonisch … „nützliche Dinge” im Wechselspiel mit freien plastischen Äußerungen.

Lone Løvschal, Dänemark | Marguerite Bowl, 2008

Jan Matthesius, Niederlande, „Illusion“, 2008.

Wiebke Meurer, Schweiz, „Silver serving spoon“, 2008.
Zu dem Contest erschien der Katalog in englischer, niederländischer und deutscher Sprache: Schoonhoven Silver Award 2009. Poetry in Silver – Poezie in Zilver – Poesie in Silber. Alle Fotos: © Rob Glastra. Herausgeber: Stichting ZilverKunst. Schoonhoven 2009.



