Sensible Fabelwesen

Fabeltier von Susan O’Byrne. Draht, Ton, Glasur.
Die Tierplastiken von Susan O’Byrne stehen meist aufrecht auf zwei Beinen, wie die Protagonisten in Fabelgeschichten. Dabei wirken sie alles andere als selbstsicher und souverän. Ihre Geschöpfe sollen „ungeschickt, sensibel und angreifbar erscheinen“, sagt die schottische Keramikkünstlerin. Inspiriert wird ihr Werk durch Bilder aus der Tierwelt, welche die Fantasie seit jeher anregen. In Mythen und Sagen dienen Tiere dazu, die Komplexität der „Wirklichkeit“ zu reduzieren. Vorbilder findet die Künstlerin in mittelalterlichen Bestiarien und Menagerien aus dem viktorianischen Zeitalter. Bestimmt wird die Form der Plastiken wie in der Realität durch ein Skelett. Auf einen Rahmen aus Draht appliziert O’Byrne Schichten von gedruckten und gemusterten Tonplatten. Durch den Brennvorgang treten die natürlichen Kurven und Knoten des Drahtrahmens hervor und prägen die endgültige Erscheinung.


Fabeltiere von Susan O’Byrne. Draht, Ton, Glasur.
„Fuchs, Gepard, Gazelle
und anderes Getier“
11. 12. 2011–29. 01. 2012
Galerie Heller
Friedrich-Ebert-Anlage 2
69117 Heidelberg
www.galerie-heller.de



