Angela oder Vera?

Vera Lengsfeld, gewählt von der Art Aurea-Redaktion als “Schmuckträgerin des Monats August”.
Ganz sicher haben sie „mehr zu bieten“, unsere offenherzige Bundeskanzlerin und Vera Lengsfeld, die für die CDU kanditiert. Auf die mehrdeutige Aussage, was dieses mehr der beiden Politikerinnen „sein könnte“, möchten wir uns auf die Schmuckfrage beschränken. Unter diesem Aspekt und als Wahlmöglichkeit betrachtet, geht eindeutig Vera Lengsfeld als Siegerin aus dem Wettbewerb hervor. Deutlich überzeugender unterstreicht ihre Kette, Sie dürfte aus grüner Jade sein, ihre Persönlichkeit. Der aparte Halsschmuck lässt den Blick nicht abgleiten, sondern stellt einen schönen Bezug her zu den strahlenden, optimistisch und freudig in die Zukunft blickenden Augen. Wer aber ist die Frau, der wir gerne den Titel einer „Schmuckträgerin des Monats“ verleihen?
AUTORIN UND FREIHEITSKÄMPFERIN
Vera Lengsfeld wurde 1952 in Sondershausen in Thüringen geboren. Mit sechs Jahren zog sie nach Berlin und lebt seit 1980 in Pankow. Nach dem Abitur studierte sie von 1970 bis 1975 Geschichte und Philosophie in Leipzig und Berlin und war anschließend vier Jahre lang Mitarbeiterin der Akademie der Wissenschaften der DDR im Zentralinstitut für Philosophie. Wegen einem Parteiverfahren wegen Abweichlertums erfolgte die Zwangsversetzung an das Institut für Wissenschaftliche Information. Von 1980 bis 1983 arbeitete die Philosophin als Lektorin im Verlag Neues Leben. Seit den Siebziger Jahren sei sie, schreibt Vera Lengsfeld auf ihre Webseite, „aktiv in der Opposition gegen das SED-Regime“ gewesen. 1981 war sie Mitbegründerin eines der ersten halblegalen Oppositionskreise der DDR, des Pankower Friedenskreises. Seitdem half sie mit, alle wichtigen Veranstaltungen der Friedens-, und Umweltbewegung der DDR zu organisieren.
Das zweite Parteiverfahren wegen Mitarbeit in der Bürgerrechtsbewegung führte 1983 zum Ausschluss aus der SED. Vera Lengsfeld erhielt Berufs- und Reiseverbot. 1988 wurde sie wegen versuchter Teilnahme an der offiziellen Liebknecht-, und Luxemburg-Demonstration mit einem eigenen Plakat wegen „Versuchter Zusammenrottung“ verhaftet und nach einem Monat Gefängnis in den Westen abgeschoben. Während eines Aufenthalts in England studierte sie Religionsphilosophie in Cambridge.
Am Morgen des 9. November 1989 kehrte sie in die DDR zurück und saß als Mitglied der Verfassungskommission am Runden Tisch. 1990 wurde Vera Lengsfeld Mitglied der ersten und letzten frei gewählten Volkskammer der DDR und erhielt im gleichen Jahr den Aachener Friedenspreis. 1992 erschien ihr Buch „Virus der Heuchler. Innenansicht aus Stasi-Akten“.
Seit 1996 ist sie im Vorstand des Bürgerbüros für die Verfolgten der DDR-Diktatur, das sie ebenso mitbegründete wie den Gedenkstättenvereins des Stasigefängnisses Hohenschönhausen. Von 1990 bis 2005 war Vera Lengsfeld Mitglied des Deutschen Bundestages und ist seitdem als freischaffende Autorin in Berlin-Pankow tätig. 2008 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. Weitere Bücher von Vera Lengsfeld sind: „Von nun an gings bergauf. Meine drei Leben“ – hier beschreibt sie ihren Weg zur Freiheit – und „Neustart!“ aus dem Jahre 2006. Wer Vera Lengsfeld im Wahlkampf für die CDU mit mindestens 5 Euro unterstützt erhält das Plakat. Ob und wie Vera Lengsfeld auf den durch Art Aurea verliehenen Titel „Schmuckträgerin des Monats“ reagiert, erfahren Sie in Kürze.



