Edle Verschmelzung

Trauringe „Lava“ von Niessing. Entstanden aus der Verschmelzung von Feingold mit Platin 950.
Es ist Bewegung gekommen in die Schmuckbranche. Dies zeigt sich besonders deutlich auf der Fachmesse „inhorgenta europe“, die in diesem Jahr vom 19. bis 22. Februar 2010 in München ihre Tore öffnet. In einer ganzen Halle, der sogenannten C 2, stellen seit Jahren ausschließlich Ateliers, Designer und Hochschulabsolventen kreative, moderne Schmucklinien vor. Nach Standfläche gerechnet ist dies immerhin ein Viertel des gesamten Schmuckangebots auf der Messe. Mit ihrer Halle C 2 ist die Inhorgenta zum weltweit einzigartigen Kristallisationspunkt für modernes Schmuckdesign geworden. Wobei in München das Angebot von Schmuck in der Tradition der Moderne auch noch durch einige Manufakturen und Ateliers in der Halle B 1 ergänzt wird.
Bis 2008 war Niessing der Dreh- und Angelpunkt dieser Gegenbewegung zum konventionellen Juwelen- und Modeschmuck in der Halle C 2. Flankiert wurde die Manufaktur aus dem Münsterland, Pionier des modernen seriellen Schmucks seit den 1970er Jahren, von dem Ulmer Unternehmen Charlotte Ehinger-Schwarz sowie Ateliers wie Carl Dau, Pur und Erich Zimmermann. Das Fehlen von Niessing 2009 in der Halle C 2 war für alle Freunde moderner Schmuckkultur schmerzlich.
Nun ist Niessing nach der beherzten Rettungsaktion durch den ehemaligen Kölner Juwelier Klaus Kaufhold und Günter Henrich aus Radolfzell wieder in München präsent. Allerdings nicht im Umfeld der Designszene in C 2. Niessing hat es, wie auch Charlotte Ehinger-Schwarz, in die Halle B 1 zu den etablierten Manufakturen gezogen. In der Halle C 2 fehlen in diesem Jahr aber auch die Ateliers Carl Dau sowie Erich Zimmermann und seine Partnerin Gitta Pielcke.
Was bedeuten diese Veränderungen auf der wichtigsten Fachmesse? Die spannende Frage ist auch, wie sich Niessing nach dem Inhaberwechsel auf der wichtigsten Messe für modernen Schmuck präsentieren wird? Mit einem neuen Markenbild, vielen neuen Schmuckideen sowie spannenden Trauringneuheiten, „beispielsweise Trauringen mit einer persönlichen und verschlüsselten Botschaft“ sagt Karina Wilde. Sie ist seit kurzem für die Kommunikation von Niessing zuständig und ergänzt „Die ‚inhorgenta europe’ ist für uns eine äußerst wichtige und zentrale Messe, auch weil das internationale Interesse in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Die Kunden sind auf der Suche nach authentischen Stücken und Schmuckmarken nehmen an Bedeutung zu.“ Wie sich Niessing zukünftig positioniert, wird in München auch in der Sporer Straße im Niessing Store, der im Moment umgebaut wird, zu sehen sein.
Niessing Halle B 1.211, Gang B.



