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30. November 2009 Frankfurt/Hanau

Brosche von Julia Nissen. Gummihandschuh, Silber, vergoldet.

Die mobile Galerie Aurum und die Staatliche Zeichenakademie Hanau (ZA) zeigen zeitgenössischen Schmuck von Schülerinnen und Schülern der Zeichenakademie. Die Ausstellung wird am Mittwoch, 2. Dezember, um 19 Uhr in der Ausstellungshalle 1A, Frankfurt am Main, eröffnet und bis einschließlich Mittwoch, 9. Dezember, täglich von 11 bis 19 Uhr, zu sehen sein.

Am Eröffnungsabend verleiht die Zeichenakademie den Gestaltungspreis 2009, gestiftet vom Rotary Club Hanau. Zum dritten Mal werden drei Arbeiten ausgezeichnet, die neue Ideen oder zukunftsweisende Ansätze im Bereich Schmuckgestaltung erkennen lassen. Der Förderpreis ist mit insgesamt 2600 Euro dotiert.

Der Wettbewerb obliegt in diesem Jahr erstmals dem neuen ZA Design_Label in+out. Die neugeschaffene Marke versteht sich als Schnittstelle zwischen Ausbildung und Markt. „Das Label bietet den Schülern eine Gelegenheit, ihren Schmuck und sich auf dem Markt zu positionieren“, erläutert Galeristin Kristina Balzer. Da alle Exponate auch zum Verkauf stehen, können die Schüler unter Realbedingungen, außerhalb des geschützten Ausbildungsrahmens, eigene Erfahrungen sammeln.

Broschen von Ulrich Pohl, Stahldraht.

Der Spannungsbogen der rund hundert Werke reicht von den filigranen Formen der Arbeiten von Ulrich Pohl über organisch anmutende Objekte in leuchtenden Gold- und Pinktönen von Julia Nissen. Interessant sind beispielsweise auch die Schmuckarbeiten von Funda Mutlu: Die 31-jährige Absolventin hat in ihren Arbeiten die türkische Metropole Istanbul zum Thema gemacht. Postkartenansichten wechseln sich mit ganz und gar nicht schmeichelhaften Wörtern in Arabisch ab. „Ich habe versucht, den Gegensatz zu zeigen: Der schöne Schein dieser faszinierenden Stadt und alles, was mich an ihr stört, steht auf arabisch daneben“, beschreibt die junge Schmuckdesignerin ihre Arbeiten.

Funda Mutlu, Silber 925, Stadtansichten von Istanbul.

Eine besondere Herausforderung für die Absolventen: Schmuckstücke, die sich für in+out qualifizieren, müssen nicht nur in ihrer Gestaltung, sondern auch in der technischen Umsetzung überzeugen. Der ansprechendste, interessanteste Schmuck fällt auf dem Markt durch, sobald es am Handwerklichen fehlt: „Wenn ein Stück nicht tragbar ist, weil etwa die Broschierung nicht funktioniert, ist das natürlich ein K.O.-Kriterium für den Kunden“, so Kristina Balzer. „Ein bestimmtes Maß an Technik ist wichtig, um Schmuck kundentauglich zu machen“, sagt die Betreiberin der mobilen Galerie aurum.

2005 hat die Wahl-Frankfurterin die damals schon 23 Jahre alte Traditions-Galerie für zeitgenössischen Schmuck in eine mobile Galerie verwandelt. Sie ist immer wieder auf der Suche nach spannenden Ausstellungsräumlichkeiten (etwa mit der Ausstellungsreihe „ShopStop“ im Frankfurter Museum für Angewandte Kunst). „Unterschiedliche Räume eröffnen Spannungsfelder und machen ganz eigene Präsentationen möglich“, erklärt sie ihr Galeriekonzept.

Parallel zu ihren Ausstellungsaktivitäten betreibt Kristina Balzer auch eine Schmuckwerkstatt auf der Frankfurter Textorstraße. Sie ist mit den Gegebenheiten des Marktes seit Jahren vertraut – Erfahrungen, von denen die jungen Schmuckgestalter profitieren können. Die Nachwuchsförderung ist einer der Gründe für die Frankfurterin, die Absolventen der Zeichenakademie mit dieser Ausstellung zu unterstützen. Ein anderer Grund ist ihre enge Verbindung zur Zeichenakademie: Kristina Balzer hat selbst den Abschluss als Schmuckgestalterin und die Meisterschule in Hanau erfolgreich absolviert.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Mittwoch, 2. Dezember, bis einschließlich Mittwoch, 9. Dezember, täglich 11 bis 19 Uhr, in der Ausstellungshalle 1A, Schulstraße 1A, Frankfurt-Sachsenhausen. Künstler und Galeristin sind während der Öffnungszeiten zugegen und offen für Besucherfragen.

www.galerie-aurum.de, www.ausstellungshalle.info, www.zeichenakademie.de/Exponat

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