Schmuckklassiker und neue Köpfe / Online Magazin

Schmuckklassiker und neue Köpfe

20. November 2009 Berlin

Goldener „Kopf mit Schatten“ von Dagmar Stühler, Galeristin und Schmuckkünstlerin, Berlin.

In ihrer Jahresausstellung vom 21. November 2009 bis 30. Januar 2010 zeigt Dagmar Stühler den Schmuck von 37 Schmuckkünstlern der internationalen Avantgarde. Im Dialog mit Bildern von Silke Spitzer offenbaren die Arbeiten von namhaften Klassikern der Schmuckkunst ihre zeitgemäße künstlerische Aktualität. Die Bandbreite reicht von Klassikern wie Giampaolo Babetto, Graziano Visintin oder Gijs Bakker und Ruudt Peters über Annamaria Zanella, Kyoko Fuchuchi und Mari Ishikawa bis hin zu so aussichtsreichen Nachwuchsgestalterinnen wie Mirjam Hiller, Birgit Hagmann und Angelika Link. Einige Beispiele:

BEATE BRINKMANN

In der Kollektion „endless“ der Berliner Gestalterin Beate Brinkmann formen geometrische Stränge aus Gold, Silber oder der Kombination beider Edelmetalle ausdrucksstarke Ringe, Hals- und Armreifen. Die skulpturale Gestaltung der Reifen für Arm und Hals verändert durch die Bewegung ständig ihre Form.

Armreif „endless“ von Beate Brinkmann. Gold 750.

ANNAMARIA ZANELLA

Annamaria Zanella, geboren 1966 in Sant’Angelo di Piove, Padua, gilt als wichtige Protagonistin der "Paduaner Schule. In ihren ausdrucksstarken Kompositionen vereinigen sich plastische und malerische Qualitäten, die ihre Affinität zur zeitgenössischen Kunst verraten: konstruktive Anordnungen verschiedenster Materialien – Eisen, Stahl, Glas, Acryl, Papier, Aluminium und andere – belebt und veredelt durch Farbpigmente und Gold.

„Dress“ nennt Annamaria Zanella, eine wichtige Vertreterin der Schule von Padua, ihren Armreif aus Gold mit Stoff-Plissee.

MIRJAM HILLER

Farbe und Räumlichkeit sind bezeichnend für die Stücke der diesjährigen Grassi-preisträgerin Miriam Hiller. Zu ihrem gegenwärtigen Schmuckthema „Arcane cities and landscape“ sagt sie: „Ich entdecke verborgene, geheimnisvolle Orte und betrete sie gespannt. Ich erforsche sie mit pochendem Herzen und lasse meine Entdeckungen in meinen Händen Gestalt annehmen.“

Raumgreifendes körperbetontes Schmuckobjekt: „Drumonia" Edelstahl, pulverbeschichtet von Mirjam Hiller.

ANGELIKA LINK

„Unmittelbarer Ausdruck und spontane Zeichnung sind mein Forschungsfeld“ bemerkt Angelika Link. Zusammen mit dem Thema „selbstleuchtend“ bestimmt es mein künstlerisches Schaffen, in Zeichnung, Installation und in der Schmuckkunst.“

Die Grenzen zwischen Schmuck und Objektkunst sind fließend! Brosche in Kunststoff von Angelika Link.

BIRGIT HAGMANN

Birgit Hagmann hat in Hildesheim bei Georg Dobler studiert und gilt als aussichtsreiche Nachwuchskünstlerin im zeitgenössischen Schmuck. Brosche, Keramik, Silber, Stahl.

Weitere Informationen: www.galerie-stuehler.de

Posted In Ausstellungen